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15 Dez. 2025

BayZiel News #008

wir haben folgende aktuelle Themen für Sie:

  1. Zertifikat Hochschullehre Bayern Profistufe: Jetzt Plätze sichern!
  2. Veröffentlichung: Didaktik, Motive und Unterstützungsbedarfe von Lehrenden in der Weiterbildung
  3. KI statt Koffein – eine Rückschau auf das 4. DidaktkCamp an der TH Augsburg
  4. Neue Lehrfunk-Folge: Lehrinnovationen auf Kollisionskurs mit alten Denkmustern – Conceptual Change erklärt warum

Zertifikat Hochschullehre Bayern: Jetzt Plätze sichern!

Bewerben Sie sich jetzt für die Profistufe 2026 und starten Sie mit frischer Inspiration für Ihre Lehre ins neue Jahr. In der Profistufe verbinden Sie Ihre Erfahrungen mit neuen Impulsen und vertiefen Ihre hochschuldidaktische Kompetenz. Aufbauend auf dem Zertifikat Hochschullehre Bayern entwickeln Sie Ihre Expertise in 80 weiteren Arbeitseinheiten praxisnah, forschungsorientiert und schwerpunktspezifisch weiter.

Wir bieten die Profistufe in zwei Kategorien an. Im Profil A – Lehrentwicklung entwickeln Sie Ihr individuelles Lehrprojekt weiter, reflektieren Ihre Umsetzung und werden beim Prozess von einem Coach begleitet. Im Profil B – Forschendes Lehren (SoTL) formulieren Sie eine Forschungsfrage aus dem Lehrkontext, verfolgen diese systematisch und publizieren Ihre Erkenntnisse, begleitet von einem Mentor. Weitere Informationen zu den beiden Profilen finden Sie auch auf unserer Website.

Jetzt neu: Die Profistufe können Sie auch über die Teilnahme am Lehrlabor³ erreichen. Im Lehrlabor³ arbeiten rollenübergreifende 3er-Teams gemeinsam an einem Lehrprojekt. Sie entwickeln neue Lehr- und Lernformate, probieren sie aus und bringen sie in die Praxis. Die Teams stehen im Austausch mit den anderen Lehrlabor³-Teams und profitieren von gemeinsamen Ideen, Erfahrungen und Erfolgen.

Bewerbungsschluss ist für
Profil A am 15. März 2026
Profil B am 08. Februar 2026
Profil B – Lehrlabor³ am 18. Dezember 2025

Informationen zu Ablauf und Bewerbung finden Sie auf unserer Website:

Didaktik, Motive und Unterstützungsbedarfe von Lehrenden in der Weiterbildung

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Hochschule und Weiterbildung untersuchten Veronika Hartl und Janika Zelmer, Geschäftsbereich Praxis und Transfer sowie Prof. Dr. Robert Ott, Technische Hochschule Rosenheim, die Motive, didaktischen Methoden und Unterstützungsbedarfe von Lehrenden in der hochschulischen Weiterbildung. Im Fokus stehen dabei die besonderen Herausforderungen, die durch die Arbeit mit berufserfahrenen Studierenden entstehen, sowie die zeitlichen Aspekte, die sowohl Lehrende als auch Lernende vor große Aufgaben stellen. Die Studie zeigt auf, dass Zeitmangel ein zentrales Thema ist und beleuchtet, welche Unterstützung Lehrende benötigen, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Die Daten wurden im Rahmen einer Bedarfserhebung von Lehrenden der hochschulischen Weiterbildung an bayerischen Hochschulen erhoben.

Zeitschrift Hochschule und Weiterbildung, Herausgeber:  DGWF Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium e.V. https://dgwf.net/zhwb.html

KI statt Koffein – eine Rückschau auf das 4. DidaktkCamp an der TH Augsburg

ChatGPT liefert eine Erklärung dafür, dass die KI eine ähnliche Wirkung auf das menschliche Wohlbefinden hat, wie Koffein. Auf jeden Fall aber führen sowohl KI als auch Kaffee in Situationen, in denen man selbst keine Idee hat, schneller zu kreativen Gedanken und abends braucht man keinen Kaffee mehr, um am Rechner lange wach zu bleiben. So beschreibt Prof. Dr. Jörg Wendorff in seiner Keynote beim Tag der Lehre an der TH Augsburg vor einer Woche die Situation.

Im Anschluss an diese Keynote luden Jörg Wendorff und Claudia Walter in das vierte DidaktikCamp des BayZiel ein. Die Themen, die für die teilnehmenden Personen brisant waren, wurden gesammelt und intensiv diskutiert. Fazit: Die Lehre wird sich ändern – Inhalte werden zukünftig verstärkt aus der Präsenz ausgelagert sein und die Kontaktzeit wird für eine intensive Auseinandersetzung mit den Inhalten genutzt. Studierende benötigen entsprechende Kompetenzen – KI sollte systematisch in das Curriculum eingebettet werden.

Das Ziel dieses DidaktikCamps, Lehrende zusammenzubringen, ihnen den Raum für Diskussionen zu geben, sie dazu anzuregen, strukturiert an eigenen Fragen zu einem bestimmten Thema zu arbeiten um neue Ideen zu entwickeln, wurde erreicht. Am Ende des DidaktikCamps wurden Kontakte ausgetauscht und die Teilnehmenden gingen mit neuen Gedanken auseinander. Das nächste DidaktikCamp findet am 30. Juni 2026 an der HS Kempten statt. Wir laden rechtzeitig ein!

Neue Lehrfunk-Folge: Lehrinnovationen auf Kollisionskurs mit alten Denkmustern – Conceptual Change erklärt warum

Warum verbreiten sich Lehrinnovationen so langsam – selbst dann, wenn ihre Wirksamkeit längst belegt ist? In der neuen Folge unseres Podcasts Lehrfunk sprechen unsere Hosts mit Prof. Peter Riegler darüber, welche Rolle tief verankerte Denkmuster dabei spielen und wie die Conceptual Change Theory erklärt, warum neue Lehrkonzepte oft auf Widerstand stoßen.

Ausgehend von seiner Keynote beim MINT Symposium 2025 beleuchten wir Parallelen zwischen medizinischen und didaktischen Innovationen: Warum setzen sich manche Neuerungen sofort durch, während andere jahrelang auf Widerstände stoßen?

Wir sprechen darüber, wie kognitive Barrieren, vertraute Erklärungsmodelle und Phänomene wie der Natural Number Bias Lern- und Lehrprozesse beeinflussen – und was es braucht, damit echter Conceptual Change gelingt. Eine Folge über Denkmodelle, Veränderungsprozesse und die Frage, wie Lehrinnovation gelingen kann